Gschicht'n

Der Absturz

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Für unsere Musiker ein harter Test,
war das jährliche Sommerkellerfest.
Kam endlich der geplante Tag,
war angesagt sehr große Plag.
Nicht nur die Platzsäuberung war arbeitsreich
auch die Aufbauarbeiten,
die folgten sogleich.
Die Instrumente auf Hochglanz poliert
wurde sich am Festtag auf der Tribüne postiert.
Feuchtfröhlich das Festchen begann
und der ganze Tag wie im Fluge verrann.
Uns’re Musikanten, sehr schwungvolle Leut‘
legten sich schon immer mächtig ins Zeug.
Das macht sehr durstig, glaubt es mir,
da kann nur noch helfen das süffige Bier.
Dies nicht ohne Wirkung blieb,
so daß man die Noten mehrfach sieht.
Sollte man gehen näher ran?
Vielleicht verschwinden die Doppelgänger dann.
Nicht nur gedacht, auch getan,
somit fing das Verhängnis an.
Das Gleichgewicht er nun verlor,
wie in der Achterbahn kam er sich vor.
Zum Bremsen blieb nur noch der Notenständer über
der gab nach, so flog er drüber.
Den Purzelbaum hat er geschafft,
und sich sofort wieder aufgerafft.
Denen zeig‘ ich’s hat er bei sich gedacht,
und einfach weitergemacht.
Für die Gäste war das alles sehr heiter,
denn unser Musikuss spielte knieend weiter.
Nur der Nachbar hatte die Not,
sein Notenständer war fast tod.
Sah man das gute Stück nur an,
erinnerte es an einen Regenschirm im Orkan.
Und die Moral von der Geschicht‘
Musikanten tun stets ihre Pflicht.

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